Aussichten: Ziele der AML-Behandlung

Die AML ist keine einheitliche Erkrankung. Es existieren zahlreiche Subtypen, die sich durch ihre Prognose unterscheiden und unterschiedlich behandelt werden. In vielen Fällen kann die Krankheit zurückgedrängt werden.1,2

 

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Kriterien für den Erfolg der
AML-Therapie

Insgesamt soll die AML-Therapie die Anzahl der Leukämiezellen möglichst stark reduzieren und rasch zu einer tiefen und nachhaltigen Remission führen. 

Für viele Patienten steht vor allem die Möglichkeit, wertvolle Lebenszeit und eine möglichst gute Lebensqualität zu gewinnen, im Vordergrund.

Der Therapieerfolg wird dabei anhand verschiedener Kriterien bewertet, dazu zählen

  • die Verlängerung des Gesamtüberlebens (overall survival, OS)
  • und die Remissionsrate (complete remission/incomplete remission, CR/CRi).

Die Remissionsrate sagt aus, wie viele der behandelten Patienten gut auf die Therapie ansprechen. Parameter zur Beurteilung der Remission sind u. a. Lymphknotengröße, Blutbild und Biopsie-Ergebnisse. Von einer kompletten Remission (complete remission, CR) spricht man in der Regel, wenn das Knochenmark weniger als 5 % Blasten enthält, keine zirkulierenden Blasten in der Peripherie aufweist und die Anzahl der Blutzellen sich normalisiert.1

Neue Perspektiven für ältere bzw. unfitte AML-Patienten

AML-Patienten in höherem Lebensalter sowie Patienten mit schweren Begleiterkrankungen hatten bisher nur wenige Therapieoptionen. Eine Behandlung mit intensiver Chemotherapie und/oder eine Stammzelltransplantation kommt für diese Patienten aufgrund der hohen Komplikationsrate meist nicht in Frage.1 Zudem sprechen die Betroffenen nur begrenzt auf die bisherigen Standardtherapien an. 

Mittlerweile sind neue, zielgerichtete Therapien verfügbar, die bei älteren und unfitten AML-Patienten erfolgreich durchgeführt werden: 
Ein Hedgehog-Inhibitor hemmt in Kombination mit einem niedrig dosierten Zytostatikum (LDAC) einen Signalweg, der für die Entwicklung von Blutstammzellen eine wichtige Rolle spielt.

Die Kombination eines BCL-2-Inhibitors mit einer hypomethylierenden Substanz ist in der Lage, gezielt Proteine zu blockieren, die für das Wachstum und Überleben der Leukämiezellen verantwortlich sind.

Leitlinie-Update der AML-Therapie

Da die AML-Forschung voranschreitet und neue Arzneimittel die Prognose verbessern, wurde die Onkopedia-Leitlinie AML der DGHO, OeGHO, SGH+SSH und SSMO im Januar 2021 an den Stand des Wissens angepasst. Die Leitlinie empfiehlt für neu diagnostizierte ältere/unfitte AML-Patienten eine Kombinationstherapie mit einem oralen BCL-2-Inhibitor und einer hypomethylierenden Substanz oder eine Kombinationstherapie mit einem Hedgehog-Inhibitor.1

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Weitere interessante Informationen

Die Therapie der AML gemäß DGHO-Leitlinie

Der neue Therapiestandard in der AML

Veranstaltungen und Neuigkeiten rund um die AML

  1. Arber DA, Orazi A, Hasserjian R, et al. The 2016 revision to the World Health Organization classification of myeloid neoplasms and acute leukemia. Blood 2016;127(20):2391–405.
  2. Röllig C, Beelen DW, Braess J, et al. DGHO-Leitlinie: Akute Myeloische Leukämie (AML); 2021. Verfügbar unter www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/akute-myeloische-leukaemie-aml/@@guideline/html/index.html. [11.08.2021].
  3. Yiallouros M. Akute meloische Leukämie (AML); 2021. Verfügbar unter www.kinderkrebsinfo.de/sites/kinderkrebsinfo/content/e9031/e9035/e9952/e13948/AML-Langinfo16042021_ger.pdf. [13.08.2021].