Was ist CLL?

Die CLL zählt zu den B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen und ist in Deutschland mit ca. 5.600 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Blutkrebsform.1 Durch eine fehlerhafte Steuerung vermehren sich funktionslose, unreife Blutzellen – so genannte B-Lymphozyten – unkontrolliert und behindern so die Bildung gesunder Blutzellen. Die funktionslosen B-Lymphozyten können sich auch in Organen wie Milz oder Lymphknoten ansammeln, wodurch diese sich vergrößern.2
 

Die verschiedenen Zellen des Blutes2

Im Vergleich zu anderen bösartigen Erkrankungen ist die Malignität der chronischen lymphatischen Leukämie verhältnismäßig niedrig und die Prognose daher relativ gut: Betroffene haben häufig eine normale Lebenserwartung und gute Lebensqualität. Eine CLL kann lange Zeit bestehen, ohne dass überhaupt Beschwerden auftreten.2


Patienten mit CLL

Insgesamt betrifft die chronische lymphatische Leukämie eher ältere Menschen – die meisten Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose zwischen 70 und 75 Jahre alt, es gibt jedoch auch wesentlich jüngere und deutlich ältere Patienten. Männer erkranken etwas häufiger an einer CLL als Frauen.1

Bei der Entstehung der CLL spielen verschiedene Faktoren eine Rolle3, darunter:

  • angeborene genetische Faktoren
  • erworbene genetische Faktoren
  • Umweltfaktoren und
  • das Immunsystem.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Infektionen z. B. mit Viren eine Rolle in der Entstehung der CLL spielen.

Mit CLL leben

Die chronische lymphatische Leukämie hat bei vielen Patienten einen langsamen Verlauf. Oftmals wird die Erkrankung eher zufällig durch eine Routineuntersuchung oder ein Blutbild entdeckt, da die Betroffenen noch gar keine Symptome haben. In einem solchen Stadium ist die CLL nicht unbedingt behandlungsbedürftig. Die Ärzte verfolgen hier eine so genannte „Watch & Wait“-Strategie – sie beobachten die Erkrankung und warten ab, wie sie sich entwickelt.2

Schreitet die CLL fort, kann sie behandlungsbedürftig werden. In diesem Falle stehen heute verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, auch chemotherapie-freie, die für eine begrenzte Dauer gegeben werden.

Bei vielen Patienten lässt sich die CLL therapeutisch gut kontrollieren. Welche Therapie für einen Betroffenen zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von Alter, Begleiterkrankungen und genetischen Parametern der CLL.2


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Weitere interessante Informationen

Die Therapie der CLL gemäß DGHO-Leitlinie

Zentral in der Behandlung der CLL: Das tiefe Ansprechen auf die Therapie

Kongresse und Neuigkeiten rund um die CLL

  1. Onkopedia / DGHO-Leitlinie 2020; www.onkopedia.de (Abrufdatum 29.07.2021)
  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Leitlinienprogramm Onkologie; Patientenleitlinie Chronische lymphatische Leukämie (CLL), Juli 2018. https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Patientenleitlinien/Chronische-lymphatische-Leukaemie-CLL_Patientenleitlinie_DeutscheKrebshilfe.pdf (Abrufdatum 29.07.2021)
  3. Deutsche Krebsgesellschaft: Onko Internetportal; https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/non-hodgkin-lymphome/b-zell-lymphome/hintergrund/diagnose.html (Abrufdatum 29.07.2021)